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Presseinformation

Attraktive Berufsbilder für die duale Ausbildung

Sieben Berufe neu geordnet

09.07.2009

 

Moderne, zukunftsfähige Berufe sind eine wichtige Voraussetzung für die Attraktivität der betrieblichen Bildung für Unternehmen und Schulabgänger. Auch in diesem Jahr treten zum Ausbildungsbeginn am 1. August sieben neue bzw. modernisierte Berufe in Kraft. Die Erarbeitung der Berufe durch Experten der Wirtschaft wurde vom Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung vorbereitet und koordiniert.

Große Unternehmen in besonders sicherheitsrelevanten Branchen haben häufig eigene Werkfeuerwehren. Zur Sicherung des feuerwehrtechnischen Nachwuchses ist auf Initiative der chemischen Industrie der neue Ausbildungsberuf Werkfeuerwehrmann geschaffen worden. Das Ausbildungskonzept ermöglicht damit erstmalig die Ausbildung im dualen System nach Berufsbildungsgesetz. Zu den Inhalten gehören u. a. Rettungs-, Sicherungs- und Bergungsarbeiten, aber auch die Beratung im vorbeugenden Brandschutz.

Der neue Beruf Industrieelektriker schließt eine Lücke in der Fachkräftestruktur, auf die insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen der Industrie schon seit langem hinweisen: ein Ausbildungsberuf für die zunehmende Zahl von Arbeitsplätzen, für die angelernte Kräfte unterqualifiziert sind. Der Beruf bietet Unternehmen die Möglichkeit, nach nur zwei Jahren ausgewiesene Elektrofachkräfte für elektrotechnische Montagearbeiten einsetzen zu können.

Der Technische Modellbauer ersetzt die bisherigen Berufe Modellbaumechaniker und Modellbauer. Er wird im Handwerk und in der Industrie in den Fachrichtungen Anschauung, Gießerei sowie Karosserie und Produktion ausgebildet. Durch die Zusammenlegung der beiden Berufe ergeben sich auch neue Möglichkeiten, die Beschulung dieses Berufs weiter zu verbessern.

Die fortschreitende Entwicklung der digitalen Fotografie und Bildbearbeitung machte eine Neuordnung der Ausbildung im traditionellen Fotografenhandwerk erforderlich. Neu ist eine Differenzierung der Ausbildung nach den Schwerpunkten Porträtfotografie, Produktfotografie, Industrie- und Architekturfotografie sowie Wissenschaftsfotografie. Diese Differenzierung ermöglicht es den Betrieben, ihre Ausbildung besser an die betrieblichen Angebote und Produkte anzupassen. 

Der hohe Mechanisierungsgrad im Bergbau verlangt spezielle Qualifikationen für die bergtechnischen Arbeiten. Der neue Beruf Bergbautechnologe, der den bisherigen Bergmechaniker ersetzt, trägt mit der Fachrichtung Tiefbautechnik dieser Entwicklung Rechnung. Gleichzeitig wird mit der Neuordnung des Berufs das Qualifikationsspektrum um die Fachrichtung Tiefbohrtechnik erweitert. Diesem modernen Industriezweig kommt vor dem Hintergrund begrenzter Energiereserven insbesondere bei der Gewinnung von Erdöl, Erdgas und Geothermie eine wachsende Bedeutung zu.

Der Musikfachhandel hat in den vergangenen Jahren einschneidende Veränderungen erlebt. Neben dem Handel mit Noten und akustischen Instrumenten spielt heute die Musikelektronik eine wichtige Rolle, und auch im Tonträger-Handel hat parallel eine Spezialisierung stattgefunden. Diesen Entwicklungen wird mit der neuen Berufsbezeichnung Musikfachhändler Rechnung getragen. Durch ein flexibles Strukturkonzept mit gemeinsamen Qualifikationen und Wahlqualifikationen, die von leistungsstarken Auszubildenden auch zusätzlich absolviert werden können, kann die Branche jetzt ihren Fachkräftenachwuchs langfristig sichern.

Keramiker stellen Gebrauchskeramik, Baukeramik und Zierkeramik her. Die Vielseitigkeit der Materialien und Techniken, die zur Herstellung der unterschiedlichsten Produkte benötigt werden, machen eine Ausbildungsstruktur mit unterschiedlichen Wahlqualifikationen erforderlich. Neben solider handwerklicher Arbeit machen einen guten Keramiker ein Gefühl für Formen und Proportionen und ein gehöriges Maß an Kreativität aus.

Die im Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung organisierten Spitzenverbände der Wirtschaft engagieren sich seit Jahren für die Weiterentwicklung und Modernisierung der Berufe.

Weitere Informationen: www.kwb-berufsbildung.de / kwb@kwb-berufsbildung.de


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